Das Radio Regulations Board (RRB) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) hat an seiner jüngsten Sitzung die Frist für den zweiten Ausbaumeilenstein (M2) des liechtensteinischen Satellitensystems 3ECOM-1 bis zum 30. Juni 2027 verlängert. Über den Antrag auf Fristverlängerung für das weitere liechtensteinische Satelliten-Filing 3ECOM-3 hat das RRB ebenfalls entschieden und diesem nicht stattgegeben.
«Wir begrüssen insbesondere den Entscheid des Radio Regulations Board der ITU, die Frist für den zweiten Meilenstein des liechtensteinischen Satelliten-Filings 3ECOM-1 zu verlängern. Der Entscheid ist auch für die weitere Entwicklung des liechtensteinischen Weltraumsektors von Bedeutung. Liechtenstein verfolgt das Ziel, seine bestehenden Stärken und Ressourcen gezielt in europäische Kooperationen einzubringen und einen Beitrag zum Aufbau einer sicheren und resilienten Weltrauminfrastruktur zu leisten», so Regierungsrat Hubert Büchel.
Der Entscheid schafft eine wichtige Grundlage, um den Aufbau des Satellitensystems gemeinsam mit dem strategischen Industriepartner Open Cosmos weiter voranzutreiben. Open Cosmos treibt als strategischer Industriepartner Liechtensteins den Aufbau des Systems voran. Im Januar 2026 wurden die ersten beiden Satelliten erfolgreich ins All gebracht und die liechtensteinischen Frequenzen wieder in Betrieb genommen. Ein fehlgeschlagener Raketenstart führte zu Verzögerungen beim weiteren Ausbau.
«Am Vaduz Space Dialogue im September 2026 haben wir gemeinsam mit europäischen Partnern über die Bedeutung föderierter Satellitensysteme für Europas sichere Konnektivität, Resilienz und technologische Souveränität diskutiert. An diese Überlegungen wollen wir anknüpfen. Gemeinsam mit Open Cosmos möchten wir dazu beitragen, bestehende und künftige Kapazitäten besser zu vernetzen und daraus konkrete europäische Fähigkeiten zu entwickeln», so Regierungsrat Büchel.