Die beiden Satelliten mit liechtensteinischen Frequenzen, die am 22. Januar 2026 ihre Reise angetreten haben, erhielten heute ihre offiziellen Namen. Der 17-jährige Gymnasiast Johannes Lucke überzeugte mit seinen Vorschlägen HoiSat und HoiRizon die Jury und ging als Gewinner des Namenswettbewerbs hervor.

Für den Wettbewerb wurde knapp 60 Vorschläge eingereicht. Den Ausschlag gab schliesslich Johannes Luckes Begründung: «Hoi» sei eines der authentischsten liechtensteinischen Wörter, weshalb es sich nur richtig anfühle, die beiden Satelliten danach zu benennen. HoiSat und HoiRizon stehen damit zugleich für einen herzlichen Gruss nach oben und für einen Blick über den Horizont hinaus.

Den Preis – ein iPhone 17, zur Verfügung gestellt von der Telecom Liechtenstein – überreichten Regierungsrat Hubert Büchel, Telecom-Geschäftsführer Aldo Frick, Bianca Lins, Lead Weltraum beim Amt für Kommunikation, und Projektkoordinator Peter Tinner gemeinsam mit einer Urkunde.

Die Verbindung Liechtensteins zum Weltall reicht weit zurück: Bereits beim ersten bemannten Mondflug der Apollo-11-Mission 1969 war Technologie aus Liechtenstein mit dabei. Bereits 2014 hatte Liechtenstein Frequenzspektrum für eine Satellitenkonstellation gesichert. Solche Frequenzen werden von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf, verwaltet und dürfen nur behalten werden, wenn sie tatsächlich genutzt werden. Bis Februar dieses Jahres mussten daher mindestens zwei Satelliten mit liechtensteinischen Frequenzen aktiv aus dem Orbit senden, andernfalls wären die Rechte an die ITU zurückgefallen. Mit dem Betreiber Open Cosmos fand Liechtenstein einen Partner, der die beiden Satelliten in kürzester Zeit entwickelte und baute. Die beiden Satelliten sind je rund einen Meter hoch, wiegen etwa 40 Kilogramm und benötigen für eine vollständige Erdumrundung lediglich rund 106 Minuten. Seit dem Start im Januar haben sie zusammen bereits über 2’000 Erdumrundungen absolviert.